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Vermisste Bergsteiger am Traunstein tot geborgen

Bezirk Gmunden

Die Suche nach den zwei abgängigen Bergsteigern wurde am 14. Jänner 2024 um 8 Uhr unter Beteiligung von 16 Bergrettern, zwei Polizeihubschrauber, Drohnenteams der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr St. Agatha, der Mobilen Einsatzzentrale und zwei Alpinpolizisten fortgesetzt.
Aufgrund der hohen lokalen Lawinengefahr im Suchgebiet wurden keine Suchmannschaften ins Gelände entsandt, sondern vorwiegend von der Ferne bzw. mit Drohnen und Hubschraubern gesucht. Gegen 9:30 Uhr konnte auf einer Seehöhe von etwa 1350m eine markante Abrisskante (ca. 50cm hoch) einer großflächigen Lawine wahrgenommen werden. Die Suche konzentrierte folglich auf den Auslauf dieser Lawine. Um 11:38 Uhr konnte vom Drohnenteam der FF St. Agatha ein lebloser Körper festgestellt werden. Nach der Bergung und Verbringung durch den Polizeihubschrauber ins Tal konnte der Leichnam als der 32-Jährige identifiziert werden. Um 14:13 Uhr wurde schließlich der zweite leblose Körper des 26-Jährigen vom Polizeihubschrauber aus entdeckt und ebenso geborgen. Die beiden Bergungen waren höchst anspruchsvoll für die Hubschraubercrew, da die Schneedecke in der Traunstein-Nordwand labil war.

Die beiden Bergsteiger dürften bei deren Aufstieg selbst die Lawine ausgelöst haben und folglich etwa 400m abgestürzt sein. Zum Unfallzeitpunkt war laut Lawinenbericht mäßige Lawinengefahr durch Triebschnee. Dies konnte festgestellt werden, wobei eine Schwachschicht durch ältere Treibschneeablagerungen in der Schneedecke gestört worden sein dürften und dies höchstwahrscheinlich zum Lawinenabgang führte.

Die Angehörigen der Verunglückten wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.

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